Freimaurer werden

Wie wird man Freimaurer? Kann man überhaupt Freimaurer werden? Streng genommen eigentlich nicht – man kann im Grunde nur Mitglied einer Loge werden. Wir verraten, wie das geht und worin eigentlich der Unterschied zwischen »Logenmitglied und Freimaurer werden« liegt:

Wie wird man Freimaurer? Wie kann man Freimaurer werden? Gar nicht! Aber mit den richtigen Werkzeugen kann man sich zumindest bemühen.

 

Viele fragen sich: Wie wird man Freimaurer? Die freimaurerisch korrekte Antwort ist zunächst erstaunlich: Man kann kein Freimaurer werden (selbst, wenn man einer Loge beitritt) – man kann sich immer wieder nur aufs Neue bemühen, einer zu sein. Laut Tradition müsste sogar ein Logen-Bruder, der gefragt wird, ob er Freimaurer ist, eigentlich antworten: »Nein, aber ich bemühe mich einer zu werden.«

Wie wird man Freimaurer? Freimaurer werden vs. Freimaurer sein:

Das klingt zunächst alles ziemlich verwirrend und widersprüchlich, verrät aber schon viel über die freimaurerische Philosophie: Freimaurer sein bedeutet für uns Idealzustand, von dem wir aber wissen, dass wir ihn im Leben nicht erreichen können. Wir sind und bleiben Menschen mit Macken, Ecken und Kanten, egal wie sehr wir auch an unserem »rauen Stein«, unserer eigenen unvollkommenen Persönlichkeit arbeiten. Was trotzdem zählt, ist das stetige Bemühen um Selbstverbesserung, obwohl man nie perfekt werden kann. Und man muss in diesem Sinne sicherlich nicht unserem Bund beitreten, um ein »besserer« Mensch zu werden.

So können Sie Mitglied einer Loge/Freimaurer werden

Wer als – wie es in unseren alten Unterlagen noch so schön heißt – »freier Mann von gutem Ruf« (und inzwischen auch als Frau) trotzdem Mitglied einer Loge bzw. in diesem Sinne Freimaurer werden möchte, kann über die Seiten der fünf deutschen Großlogen Kontakt aufnehmen und dort um »Einladung zu einem Gästeabend« bei der nächstgelegenen Loge bitten:

Bei regelmäßiger Teilnahme an diesem zwanglosen Austausch und bei gegenseitiger Sympathie kann man üblicherweise nach zwölf Monaten um Aufnahme ersuchen. Dieser müssen alle Brüder (bei Frauen: Schwestern) einer Loge zustimmen, womit wir sicherstellen wollen, dass trotz augenscheinlich oft sehr unterschiedlicher Mitglieder Harmonie gewahrt bleibt. Logen sind juristisch gesehen normale eingetragene Vereine und erheben dementsprechend auch Mitgliedsbeiträge zur Deckung der Gemeinschaftskosten. Als Faustregel kann gelten: Logen mit eigenem Haus und wenigen Mitgliedern haben höhere Beiträge, als Logen ohne eigenes Haus und mit vielen Mitgliedern. Üblich sind Beiträge zwischen ca. 200 und 400 Euro pro Jahr.

Übrigens: Logen, die noch in der Tradition der alten Steinmetzbruderschaften stehen, nehmen keine Frauen auf, Frauenlogen dagegen keine Männer – warum diese Geschlechtertrennung auch im 21. Jahrhundert noch Sinn machen kann, erläutere ich ebenfalls in meinem Buch. Allerdings gibt es inzwischen auch gemischte Logen.

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Meine Bücher:

Nicht von gestern - Freimaurer heute plan20131227-124104.jpg

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