Tipps für Freimaurer-Wunschzettel

Das Jahr ist viel zu schnell vergangen und schon haben fast alle wieder nur Weihnachten im Kopf.

Wer sich noch fragt, was man Freimaurerisches zum Fest verschenken oder sich wünschen könnte, hier zwei Antworten:

1.) Buch „Ein Bruderkampf um Troja“

Heinz Sichrovsky ist einer der führenden österreichischen Kulturjournalisten und Freimaurer-Kenner. Für sein neues Werk hat er noch genauer als sonst hingeschaut und griechische Mythologie in der Freimaurerei entdeckt:

Könnte Hephaistos, der Handwerker-Gott der Antike, mit seinem Schurz und Hammer eine Art „Freimaurer-Prototyp“ sein? Lassen sich nicht sogar im freimaurerischen Ritual erstaunliche Parallelen zur griechischen Götterwelt entdecken?

Diesen und weiteren Fragen geht er in „Ein Bruderkampf um Troja“ nach. Im Klappentext des Buches heißt es vielversprechend:

„Immer wieder ließen sich masonische Dichter und Denker von den antiken Göttern inspirieren. Heinz Sichrovsky zeigt die vielfältigen Einflüsse, die Homers Welt auf die Werke und Rituale von Freimaurern ausübte.“

– klingt mindestens genauso spannend wie Homers Epen und gibt es u. a. hier bei Amazon zu bestellen. Aber wie immer lautet unsere Bitte: Nach Möglichkeit den örtlichen Buchhändler unterstützen!

2.) Tickets/Gutscheine für unsere Freimaurer-Führung durch Hamburg

Es hat gedauert aber endlich gibt es neue Termine für unsere sogar vom NDR empfohlene Freimaurer-Führung durch Hamburg. Wem das noch nichts sagt, dem sagen wir jetzt erstmal, was andere drüber sagen:

Die Termine in 2019:

  • Fr. 10.05., 18:30 Uhr
  • Fr. 07.06., 18:30 Uhr
  • Sa. 06.07., 12:00 Uhr
  • Sa 10.08., 12:00 Uhr
  • Sa 07.09., 12:00 Uhr
  • Fr. 04.10., 18:30 Uhr
  • Fr. 01.11., 18:30 Uhr

Neugierig?

Hier informieren und Gutscheine/Tickets buchen! 

Wir wünschen eine tolle (Vor-)Weihnachtszeit und direkt dazu schon einen "guten Rutsch".

03. Dezember 2018 von redaktion
Kategorien: Freimaurer allgemein | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Hiiiilfe! Freimaurer, Kerzengespräche und die Pfadfinder-Spur…

„Kerzengespräche“ bringen inzwischen in immer mehr Logen Licht in den freimaurerischen Alltag. Im Halbdunkel liegt noch, wie alt oder jung diese Tradition in der Freimaurerei ist, woher sie stammt und welche verschiedenen Formen es gibt. Eine Spur führt zur den Pfadfindern, aber genaues weiß man (noch) nicht. Das wollen wir ändern.

Kerzengespräche und der „Stein des Anstoßes“

Zunächst zur Erklärung: Üblicherweise wird bei einem Kerzengespräch vom Gesprächsleiter ein Thema bzw. eine Frage vorgegeben und eine Kerze herumgereicht. Wer sie in der Hand hält, darf seine Gedanken frei äußern, ohne von anderen unterbrochen oder bewertet zu werden.

Diese besondere Form der Gesprächsführung hilft, auch mal Zurückhaltendere zu Wort kommen zu lassen und ein breiteres Meinungsbild zu bekommen. Auch schwierige Themen können angesprochen und sich darüber ausgesprochen werden, ohne das Thema tot zu diskutieren oder zu streiten.

Der Gesprächsablauf ist überall ähnlich, aber in manchen Logen wird statt einer Kerze ein „Stein des Anstoßes“ herumgereicht.

Das Kerzengespräch und seine Wurzeln

Falls Euch das alles irgendwie bekannt vorkommt: Kein Wunder! Diese Form des Austauschs ist keine rein freimaurerische Tradition: In nicht freimaurerischen Kreisen werden auch gerne „Sprechstäbe“ weitergegeben (eine womöglich indianische Tradition) oder einander „Gesprächsbälle“ zugeworfen.

Wie aber ist es zu freimaurerischen Kerzengesprächen gekommen? In welcher Loge wurde damit begonnen, wann und wie hat sich die Tradition verbreitet?

In der ursprünglichen Ausgabe des Freimaurer-Lexikons von Lennhoff/Posner werden Kerzengespräche nicht erwähnt. In Reinhold Doschs Freimaurer-Lexikon von 1980 werden sie als „neuerliche Logenveranstaltung“ genannt.

Reinhold Dosch war engagiertes Mitglied der Loge „Zur Treue“ in Berlin. Ein „Zeitgenosse“ erinnert sich, das Kerzengespräche dort seit rund 50 Jahren durchgeführt werden (was derzeit die älteste Spur ist), voraussichtlich aus der Lehrart übergreifenden Loge „Zur Weißen Lilie“ (VGLvD) übernommen und dort  möglicherweise von Brüdern eingeführt wurden, die diese Form der Gesprächsführung aus der Pfadfinderschaft kannten. Aber das sind bislang nur Vermutungen. Wer „Kerzengespräch Pfadfinder“ googelt, findet jedenfalls nichts.

Bitte um Hinweise

Deshalb nun dieser „Hilferuf“ der Redaktion mit Bitte um Hinweise aus dem eigenen Erfahrungsbereich:

Wie lange ist Euch diese besondere Tradition selbst bekannt bzw. wie lange und in welcher Form wird sie schon in Eurer Loge oder in einer Euch bekannten Loge gepflegt? Woher wurde sie übernommen?

Auch von Interesse: Handelt es sich um ein deutsches Phänomen oder kennt Ihr Kerzengespräche auch aus Logen anderer Länder? Sind Euch Kerzengespräche o. Ä. vielleicht aus anderen Zusammenhängen bekannt?

Hinweise gerne per Mail an mail@freimaurer.online.

21. August 2018 von redaktion
Kategorien: Forschung, Geschichte, Rituale, Grade, Symbole | Schlagwörter: , , , , | Schreibe einen Kommentar

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