Freimaurer Führung: Termine 2021

Der Hamburger Senat hat für Stadtführungen wieder grünes Licht gegeben. Ab Juli geht es endlich auch mit den Freimaurer-Touren weiter. Hier die Termine für 2021:

Samstag
10. Juli,
07. August,
04. September.,
02. Oktober, 
jeweils ab 12 Uhr.

Wir freuen uns auf den Neustart und das Wiedersehen.

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Pinocchio – ein Freimaurer-Buch?

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CC BY-SA 4.0, Link

Pinocchio ist eine der bekanntesten Kindergeschichten und ein populäres Symbol für Unabhängigkeit, Emanzipation und die Befreiung vom Marionettendasein. Weniger bekannt sind die vielen Parallelen zur Freimaurerei:

Ähnlich wie im „Dschungelbuch“ des Freimaurers Rudyard Kipling geht es auch in Carlo Collodis Pinocchio um „Menschwerdung“ durch Arbeit an sich selbst, aber auch um das Thema Freiheit (hier: Befreiung von den Fesseln des Marionettendaseins).

Sogar wesentliche Leitmotive der drei Freimaurer-Grade lassen sich finden:

Wie im ersten Grad der Freimaurerei stehen für Pinocchio am Anfang des Weges Selbsterkenntnis und Selbstfindung.

Wie ein Freimaurer symbolisch im zweiten Grad, muss auch Pinocchio reisen und Versuchungen widerstehen. Auch ihm steht dabei u. a. ein „Meister“ helfend zur Seite: Meister Gepetto. Er hat Pinnochio aus einem groben Holzklotz geschnitzt, welcher sich interessanterweise dagegen »gesträubt« hat, gegen seine Natur bearbeitet zu werden. Auch bei der praktischen Steinmetzarbeit kann man immer nur mit und nie gegen den „Stein“ arbeiten bzw. nichts aus ihm „herausholen“, was nicht in ihm steckt. Freimaurer erinnert das Bild von Gepettos Arbeit am Holzklotz an die Arbeit am rauen Stein, dem Symbol für die eigene unvollkommene Persönlichkeit des Menschen mit Macken, Ecken und Kanten, an denen jeder Freimaurer für sich arbeiten soll.

Und wie ein Freimaurer im dritten Grad, wird auch Pinocchio immer wieder mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert.

Der Schlüssel zur Meisterschaft liegt letztlich – auch hier wieder Ähnlichkeiten zur Freimaurerei – in der Meisterschaft über sich Selbst, über das Ego mit seinen Macken, Ecken, Kanten, durch die sich Pinocchio die Fesseln seines Marionettendaseins letztlich selbst angelegt hat (und nicht etwa seine Umwelt oder fremde Mächte). Es geht also – ähnlich wie in der Freimaurerei – um innere Freiheit von vermeintlich äußeren Zwängen.

Sind diese Parallelen von Pinocchio zur Freimaurerei nur Zufälle?

Werner J. Kraftsik hat für sein neues Buch und den folgenden Gastbeitrag genauer hingeschaut: „Pinocchio – ein Freimaurer-Buch?“ Weiterlesen