Praktische Freimaurerei: Lektionen fürs Leben!

Freimaurerei ist Arbeit an sich selbst, Persönlichkeitsentwicklung. Zentrales Sinnbild ist der raue Stein, an dem jeder für sich symbolisch arbeiten soll: Stärken und Schwächen erkennen, Macken, Ecken und Kanten glätten, Stärken hervorarbeiten. Ziel ist ein in sich harmonischerer Charakter, ein Mensch, auf den man – wie auf einen bearbeiteten rechtwinkligen Stein als Teil eines Bauwerks – sprichwörtlich bauen kann. 

Wie verdammt gut dieses freimaurerische Symbol der Arbeit am rauen Stein der Arbeit an sich selbst entspricht, merkt man spätestens dann, wenn man mal Hammer und Meißel in die Hand nimmt und einem echten rauen Stein zu Leibe rückt. Über die Osterferien habe ich mir endlich die Zeit für diese praktische Arbeit genommen. Und so platt das jetzt klingen mag: Steine können einem wirklich Lektionen fürs Leben erteilen, können einem Dinge, die man zwar vielleicht schon durch die Arbeit am symbolischen rauen Stein bzw. dem eigenen Charakter erahnt hat, noch einmal ganz deutlich vor Augen führen – Lektion 1:

Man kann nicht gegen den Stein arbeiten, nur mit ihm. Man braucht gutes Werkzeug. Und viel Gefühl für das richtige Maß. Manchmal hilft Stärke, um kleinere Widerstände zu überwinden. Aber mit Gewalt gegen die Natur des Steins zu arbeiten, um etwas aus ihm herauszuholen, was gar nicht in ihm steckt, führt unweigerlich zum Bruch.


Blog abonnieren per Facebook, Twitter oder Mail:

14. April 2015 von freimaurer.online
Kategorien: Forschung, Geschichte, Freimaurer 2.0, Rituale, Grade, Symbole | 1 Kommentar
__