Siegfried Lenz und die Freimaurerei

Kurz notiert: Ich wusste gar nicht, dass sich der kürzlich verstorbene Schriftsteller Siegfried Lenz auch mal zur Freimaurerei geäußert hat – 1970, anlässlich der Verleihung des Lessingrings und des Literaturpreises der Großloge AFuAM:

»Was die Literatur mitunter braucht, ist Starrsinn, ein unentmutigter Starrsinn, der angesichts großer Wirkungslosigkeit nicht aufhört, seine Fragen an die Welt zu stellen. Ich meine, der Freimaurerbund gibt ein Beispiel dafür. Die alten Symbole Winkelmaß, Wasserwaage und Senkblei zeugen von der Beharrlichkeit einer Hoffnung, die sich durch nichts widerlegt sehen will. Von der etablierten Ungerechtigkeit nach Gerechtigkeit verlangen; in Zeiten der Ungleichheit Gleichheit zu fordern; angesichts tätiger Feindseligkeit geduldig zur Brüderlichkeit zu überreden: auch dafür hat der Freimaurerbund ein Beispiel gegeben.«

Lenz war einer der bekanntesten und renommiertesten deutschen Nachkriegs-Autoren und u. a. Ehrenbürger der Stadt Hamburg. Einen ausführlichen (freimaurerischen) Nachruf gibt es hier.


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01. November 2014 von freimaurer.online
Kategorien: Freimaurer allgemein | 1 Kommentar
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1 Kommentar

  1. Der große S. Lenz spricht mir aus dem Herzen.
    Leider habe ich davon nichts verspürt als ich bei der Marburger Logen lange angeklopft habe, aber leider nicht eingelassen wurde.
    Das war sehr schade.

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