Wer ist eigentlich Knut Terjung?

Oft, wenn in diesem Blog über progressive Ideen aus der deutschen Bruderschaft berichtet wird, taucht der Name Knut Terjung auf. Vielleicht hat sich da ja der ein oder andere auch mal gefragt, wer dieser Mann eigentlich ist. Die Schaumburger Zeitung hat jetzt ein schönes Portrait (»Ein Zeitzeuge ersten Ranges, ein Beobachter in der ersten Reihe, als in Deutschland politische Geschichte geschrieben wurde, als Willy Brandt Bundeskanzler war und Helmut Schmidt ihn beerbte.«) geschrieben, dass vielleicht ein wenig ‚Licht ins Dunkle‘ bringt. So viel vorab:

»Der Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion kehrte später zum ZDF zurück, erlebte lange die guten Zeiten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit, drehte Filme über den Freiheitskampf von unterdrückten Kurden, über Folter in der Türkei, über Aufwiegelung gegen aidskranke Kinder in Polen oder über einen Toten in Hamburg, der fünf Jahre lang unbemerkt in seiner Wohnung gelegen hatte. Journalisten, so hatte es Terjung in seiner Abschiedsrede nach acht Jahren als Leiter des ZDF-Landesstudio Hamburg formuliert, sollten dazu beitragen, „inmitten der Verwirrtheiten einer immer komplexer werdenden Welt ein Stück solide Orientierung zu bieten“. Terjung war mächtig verärgert damals: Vier Jahre hatte er an einer Reportage gearbeitet, die ihm besonders am Herzen lag: Um von Heroin Schwerstabhängige ging es, um einen Modellversuch. Das ZDF, man ahnt es schon, versteckte die Reportage auf einem Sendeplatz nach Mitternacht, Terjung warf dafür in seiner Abschiedsrede die Frage auf, welches Thema sexy ist und welches nicht in den Zeiten der Quotenträchtigkeit: „,Sexy‘ als neue öffentlich rechtliche Markierung für Priorität.“ Da Terjung die Rede dem Hamburger Abendblatt durchsteckte, gingen die medialen Wellen bei seinem Abschied 2005 noch einmal richtig hoch.«

Viel Freude beim Lesen – und – dieser kleine Kommentar sei erlaubt: Es ist mir immer ein Genuss, mit Knut ‚zusammenzuarbeiten‘. Ich hoffe jedenfalls, dass ich mit 70 auch noch so weltoffen sein werde, wie er es ist. Selbstverständlich ist das nicht. ;)

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11. November 2011 von freimaurer.online
Kategorien: Freimaurer 2.0, Geschichten, Portraits, Interviews, Presse, Medien | Schreibe einen Kommentar
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